17. Februar 2016

Berliner Testament – richtig verfassen

Wer kann ein gemeinschaftliches oder ein Berliner Testament verfassen?

Das Berliner Testament ist ein Spezialfall des gemeinschaftlichen Testaments. Das gemeinschaftliche oder auch Ehegattentestament ist eine Form des Testaments, die es Eheleuten erlaubt, gemeinsam ein Testament zu verfassen und sich darin zu binden. Eingetragene Lebenspartnerschaften sind den Eheleuten rechtlich gleichgestellt und dürfen ebenfalls gemeinschaftlich ein Testament errichten.

Was ist ein Berliner Testament?

Im Berliner Testament nun setzen sich die Eheleute gegenseitig als Alleinerben ein und als gemeinsame Erben für den Tod des längerlebenden Ehegatten ihre Kinder. Das Berliner Testament ist eine sehr beliebte und häufige Testamentsform, Sie sollten es aber ohne nähere Beratung und Information nicht ohne Weiteres wählen. Informieren Sie sich hier darüber, wann ein Berliner Testament sinnvoll ist und was für Regelungen Sie aufnehmen sollten.

Das Ehegattentestament ist besonders in seiner Errichtung, da hier zwei Leute eine gemeinsame Erklärung abgeben und in seiner Bindungswirkung. Schließlich ist der Sinn der gemeinsamen Verfügung, dass sich die Eheleute darauf verlassen, dass der jeweils andere entsprechend testiert. Daher ist ein Widerruf bis zum ersten Tode eines Ehegatten nur gemeinschaftlich möglich oder einseitig vor einem Notar, sobald der andere Ehegatte von dem Widerruf Kenntnis erlangt. Nach dem Tode eines Ehegatten kann der andere das Ehegattentestament nicht mehr widerrufen.

Wie verfassen wir ein gemeinschaftliches oder Ehegatten-Testament?

Den Text verfasst wie bei einem normalen Testament nur einer der Ehegatten. Einer von Ihnen muss alles komplett mit der Hand schreiben, ohne gedruckte Zusätze oder Zeichnungen. Auch wenn Sie hier eine Testament Vorlage erhalten, müssen Sie die Testament Vorlage komplett abschreiben, damit die Regelung gültig ist! Es ist egal wer der Schreiber ist, im Zweifel derjenige mit der besser leserlichen Handschrift.

Statt der Überschrift „Mein Testament“ heißt es jetzt „Unser Testament“ oder „unser letzter Wille“. Dann kommen die gemeinsamen Anordnungen und eventuell ein Passus dazu, welche Erklärungen wechselseitig gelten sollen und damit den Widerrufsbeschränkungen unterliegen. Schließlich folgen bei Bedarf Aussagen zur Änderbarkeit der gemeinsamen Erklärungen nach dem ersten Tod eines Ehegatten sowie einseitige Erklärungen des einen oder des anderen Ehegatten sowie Anordnungen etc. Abschließend unterschreibt der schreibende Ehegatte mit Ort und Datum. Hierauf folgt nun die Erklärung des anderen Ehepartners, dass dies auch sein/ihr Wille sei und er oder sie unterschreibt ebenfalls mit Ort und Datum.

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