18. Februar 2016

Testament handschriftlich – Die 5 Top-Fehler

Testament handschriftlich – Aus welchen Gründen sind die meisten Testamente unwirksam?

Ein Testament handschriftlich zu verfassen ist gar nicht so einfach: 90% der selbst verfassten Testamente sind in der Praxis unwirksam! Daher ist dringend zu fachkundiger Beratung anzuraten!

Hier die häufigsten Gründe, warum Testamente unwirksam sind:

  • uneindeutige Anordnungen
  • rechtlich oder tatsächlich unmögliche Anordnungen
    • z.B. vorverstorbene Erben und fehlende Ersatzerben
  • widersprüchliche Anordnungen
  • Formfehler
  • mehrere Testamente
  • fehlende Testierfähigkeit

Dem ist oftmals mit einer Testament Vorlage abgeholfen, in schwierigen Fällen benötigen Sie aber fachkundige, individuelle Beratung. Wie man ein Testament richtig schreibt, erfahren Sie hier.

Testament handschriftlich: Formfehler vermeiden

Ein Testament handschriftlich verfassen klingt ganz einfach, aber nicht jeder weiß, dass der gesamte Text von der ersten bis zur letzten Zeile eigenhändig geschrieben werden muss. Der Inhalt muss aus sich heraus verständlich sein und es darf keine Zusätze wie Zeichnungen oder gedruckte Anlagen geben. Die handschriftliche Form ist auch erst dann gewahrt, wenn das Testament am Ende unterzeichnet ist, am besten unter Angabe von Ort und Datum. Ansonsten kann es zu Unklarheiten kommen, vor allem wenn andere Testamente handschriftlich oder notariell verfasst wurden. Schreiben Sie auch leserlich! Es gab schon Fälle, in denen ein handgeschriebenes Testament vom Gericht für unwirksam erklärt wurde, da es zum Teil nicht zu entziffern war. Schließlich sollte die Überschrift „Mein Testament“ oder „Mein letzter Wille“ gewählt werden, um unmissverständlich klar zu machen, worum es sich handelt.

Testierunfähigkeit

Die  Testierfähigkeit ist die Fähigkeit, ein Testament zu verfassen. Sie fehlt Minderjährigen, die erst mit 16 Jahren ein notarielles Testament erstellen können. Außerdem sind Leute nicht testierfähig, die sich über die Bedeutung ihrer Erklärungen nicht im Klaren sind, weil sie beispielsweise geisteskrank oder hochgradig dement sind. Die Testierfähigkeit ist ähnlich wie die Geschäftsfähigkeit, aber nicht gleichbedeuteund. So kann ein Geschäftsunfähiger testierfähig sein.

Die Folgen eines unwirksamen Testaments: die gesetzliche Erbfolge

Wenn das Testament unwirksam ist, greift die gesetzliche Erbfolge. D.h. es ist so als hätte der Erblasser überhaupt kein Testament verfasst. Wer z.B. in dem unwirksamen Testament enterbt wurde, wird nach der gesetzlichen Erbfolge voll berücksichtigt. Dies gilt selbst dann, wenn der Fehler, der zur Unwirksamkeit des Testaments führte, nichts mit der Enterbung zu tun hatte. Erfahren Sie hier mehr zur gesetzlichen Erbfolge.

 

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